Wanka gegen Gentechnik-Verbot auf deutschen Äckern

Wanka gegen Gentechnik-Verbot auf deutschen Äckern
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat sich gegen ein Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland ausgesprochen.

"Es ist doch absurd: In der Medizin ist Gentechnik völlig akzeptiert", sagte Wanka der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Bei Pflanzen und Nahrungsmitteln gelte sie als verpönt.

Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist in Deutschland seit Jahren umstritten. Nach Plänen der EU-Kommission soll ein Verbot in einzelnen Mitgliedstaaten künftig möglich sein. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat bereits einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, um in Deutschland flächendeckend den Anbau genetisch veränderter Pflanzen untersagen zu können

Mehr zu Gentechnik
Illustration Genom-Editing
Anfang dieser Woche fand in London ein bedeutender Kongress zum Genom-Editing am Menschen statt. Mit einer neuen Technologie könnte man unter anderem auch menschliche Embryos genetisch verändern. Sollte das gesetzlich erlaubt werden?
Kurz vor dem Weihnachtsfest hat Heinrich Bedford-Strohm ein schwieriges Jahr bilanziert, auch für seine Kirche. Jahresrückblick auf das Kirchenjahr 2018 von Heinrich Bedford-Strohm.
Digitalisierung, Gentechnik oder Rechtspopulismus - 2018 wurden große und wichtige Themen diskutiert, die auch weiterhin die gesellschaftliche Debatte bestimmen werden. epd-Chefredakteur Karsten Frerichs und Franziska Hein haben den EKD-Ratsvorsitzenden zum Interview getroffen.

Wanka sagte, Deutschland sei rohstoffarm und daher auf wissenschaftlichen Fortschritt angewiesen. "Stimmungsmache, um die Freiheit von Forschung einzuschränken, ist sehr gefährlich und eine Bedrohung für den Wirtschaftsstandort Deutschland", fügte sie hinzu.

Die Politik dürfe den Ängsten in der Bevölkerung nicht ohne weiteres nachgeben. "Wir dürfen nicht gleich die Fahne einrollen, wenn es schwieriger wird", sagte die Ministerin: "Wir als Politiker müssen für unsere Überzeugungen einstehen. Auch dann, wenn sie gerade nicht populär sind."