Historisches Projekt "Luther war hier" in Sachsen-Anhalt

Die neue Plakette zum Projekt "Luther war hier" ist am Dom in Zeitz (Sachsen-Anhalt) zu sehen.

Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Die neue Plakette zum Projekt "Luther war hier" ist am Dom in Zeitz (Sachsen-Anhalt) zu sehen.

Historisches Projekt "Luther war hier" in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt ist am Mittwoch das kulturtouristische Projekt "Luther war hier" zu 60 Stationen des Reformators eröffnet worden.

Dabei werden quellenmäßig belegbare, aber auch fiktive und mythische Lutherorte berücksichtigt, wie die Investitions- und Marketinggesellschaft des Landes mitteilte. Die Orte erhalten eine Plakette mit der Aufschrift "Luther war hier", ein Bildnis des Reformators und einen QR-Code. Zum Auftakt befestigte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ein Schild am Schloss Moritzburg in Zeitz.

Die Reformationsgeschichte werde damit nicht nur in den Zentren Wittenberg und Eisleben, sondern auch in der Fläche des Landes erlebbar, sagte Haseloff. An der Stelle des heutigen Zeitzer Schlosses befand sich die Burg mit dem Amtssitz des weltweit ersten protestantischen evangelischen Bischofs Nikolaus von Amsdorf (1483-1565). Er war von Luther in das Bischofsamt eingeführt worden. Im Jahr 1644 wurde die Anlage zerstört.

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In Sachsen-Anhalt sind mindestens 60 Stationen in 35 Orten bekannt, die mit Martin Luther (1483-1546) in Verbindung stehen. Dabei handelt es sich etwa um Häuser, in denen der Reformator bei seinen Reisen übernachtete, um Klöster, die er inspizierte oder um Steine und Bäume, um die sich Legenden ranken. "Luther war hier" ist ein Kooperationsprojekt des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie und der Investitions- und Marketinggesellschaft des Landes. Über den QR-Code können Besucher auf ihrem Smartphone Einzelheiten zu realen Ereignissen und Lutherlegenden abrufen.