UN warnen vor Hungertod von 1,4 Millionen Kindern

Frauen tragen Nahrungskisten des UN World Food Programms (WFP) in Rubkuai village im Südsudan.

Foto: reuters/ Siegfried Modola

Frauen tragen Nahrungskisten des UN World Food Programms (WFP) in Rubkuai village im Südsudan.

UN warnen vor Hungertod von 1,4 Millionen Kindern
Nahezu 1,4 Millionen Kindern in Krisenländern Afrikas und auf der arabischen Halbinsel droht laut UN in diesem Jahr der Hungertod. Der verheerende Mangel an Lebensmitteln in Nigeria, Somalia, Südsudan und im Jemen sei hauptsächlich durch Gewalt verursacht, warnte das Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in New York.

Kämpfe hätten die Nahrungsmittel-Herstellung zerstört. Viele Hilfsbedürftige seien nicht zu erreichen. Unicef-Exekutiv-Direktor Anthony Lake verlangte von der internationalen Gemeinschaft sofortige Hilfe, um die Mädchen und Jungen zu retten. Im Jemen, wo ein bewaffneter Konflikt ausgetragen wird, schwebten mehr als 460.000 Mädchen und Jungen in Lebensgefahr.

Mehr zu Hungersnot
Kramatorsk im Oblast Donezk zählte vor dem Krieg über 160.000 Einwohner
Der polnische Journalist Piotr Kaszuwara und der britische Fotograf Bradley Wood verteilen Hilfsgüter im Osten der Ukraine und dokumentieren, was sie erleben.
Kleines Kind in Kenia blickt in die Kamera
Der Ukraine-Krieg hat Menschen in Deutschland zu Spenden veranlasst. Die Diakonie Katastrophenhilfe finanzierte damit eines ihrer größten Hilfsprogramme. Andere große Krisen drohen aber, in Vergessenheit zu geraten.

In Nordost-Nigeria sind nach Unicef-Angaben 450.000 Kinder gefährdet. Dort überziehe die islamistische Terrormiliz Boko Haram die Menschen mit einer gnadenlosen Gewaltkampagne. In dem Krisenland Somalia litten in diesem Jahr mindestens 185.000 Kinder an akuter Unterernährung, so hieß es weiter. Diese Zahl drohe weiter zu steigen. Im Südsudan, wo ein Bürgerkrieg tobt, hätten 270.000 Kinder so gut wie nichts zu essen.