UN-Studie: Hunger zwingt verstärkt Menschen zur Flucht

UN-Studie: Hunger zwingt verstärkt Menschen zur Flucht
Hunger und Mangelernährung zwingen laut einer Studie der Vereinten Nationen die Menschen verstärkt zu Flucht und Auswanderung.

Die Zunahme von Hunger in der Bevölkerung eines Landes um ein Prozent führe zu einem Anwachsen der Flucht- und Migrationsbewegungen über die Grenzen um fast zwei Prozent, heißt es in einem am Freitag in Rom veröffentlichten Bericht. Der Bericht des UN-Welternährungsprogramms hält zudem fest, dass mit jedem weiteren Konfliktjahr 0,4 Prozent mehr Menschen aus einem Land fliehen als im Jahr zuvor. "Wo Hunger und Konflikt zunehmen, werden also mehr Menschen abwandern oder ihr Zuhause verlassen", hieß es.

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Dem Bericht "An der Wurzel des Exodus: Gesicherte Ernährung, Konflikt und internationale Migration" zufolge ist Hunger eine wesentliche Ursache für das Auftreten und die Intensität bewaffneter Konflikte. Weltweit sind nach UN-Angaben mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht, das ist der höchste Stand seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Jahr 2016 unterstützte das WFP fast sieben Millionen Flüchtlinge in 32 Ländern mit Ernährungshilfe in Form von Bargeldtransfers und Notrationen.