Terroranschlag auf Vorweihnachtsgottesdienst in Pakistan

Selbstmordanschlag auf eine christliche Kirche in der Stadt Quetta

Foto: dpa/Fareed Khan

Selbstmordanschlag auf eine christliche Kirche in der Stadt Quetta in Pakistan.

Terroranschlag auf Vorweihnachtsgottesdienst in Pakistan
Bei einem Selbstmordattentat auf eine Kirche in Pakistan sind am Sonntag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und mehr als ein Dutzend verletzt worden. Wie der pakistanische TV-Sender Geo meldete, stürmten zwei Angreifer am Sonntag während des vorweihnachtlichen Gottesdienstes die methodistische Bethel Memorial Church in der Stadt Quetta, wo um die 400 Menschen versammelt waren.

Einer der Attentäter sprengte sich offenbar im Kirchengebäude in die Luft, der andere wurde nach einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.
Wer den Anschlag verübt hatte, war am Sonntagnachmittag zunächst unklar. Kirchen und Gemeinden sind aber bereits in der Vergangenheit von islamischen Terrorgruppen angegriffen worden. Im März 2015 starben bei einem Doppelanschlag auf zwei Kirchen in der Stadt Lahore 15 Menschen.

Mehr zu Terroranschlag
Türkische Sicherheitskräfte riegeln ein Gebiet ab
In Ankara gab laut Zeit Online am frühen Sonntagmorgen eine Explosion am Innenministerium in der Nähe des türkischen Parlaments. Das Parlament sollte heute nach der Sommerpause wiedereröffnet werden.
Fahndungsplakat zu RAF-Mitgliedern
Die meiste Zeit kreiste die "Rote Armee Fraktion" nur um sich selbst. Als sie ihre Auflösung verkündete, erwähnte sie die Opfer ihres Terrors mit keinem Wort. Der Politologe Kraushaar hat tiefe Einblicke in das Innenleben der RAF gewonnen.

Christen sind in der islamischen Republik Pakistan in der Minderheit und stellen gut ein Prozent der Bevölkerung. Quetta liegt nahe der Grenze zu Afghanistan und ist die größte Stadt in der Unruheprovinz Belutschistan, in der seit Jahren ein blutiger Aufstand gegen die Zentralregierung in Islamabad herrscht.