Jonas Bedford-Strohm: "Wir brauchen mehr digitale Zivilcourage"
Der Journalist und Internet-Experte Jonas Bedford-Strohm hat zu mehr "digitaler Zivilcourage" aufgerufen.
In Zeiten von Fake News und Hate Speech gelte es, das Gute an der Digitalisierung wieder mehr zu betonen, sagte der Sohn des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, am Samstag auf der "Zeit"-Konferenz "Die Zukunft der Religion" in Hamburg. Thema war der Umgang der Kirchen mit sozialen Medien.
"Wir müssen bewusst Impulse für das Gute im Digitalen setzen", so Jonas Bedford-Strohm. Das brauche Mut und sei nur im echten Miteinander der Generationen möglich, sagte der 25-jährige Theologe und Digital-Experte in einem Dialog mit seinem Vater.
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Holger Sievert ist Professor für Kommunikation in Köln und erforscht seit ein paar Jahren den Stand der Digitalisierung evangelischer Landeskirchen und Gemeinden. Im Podcast erzählt er, was er in seinen verschiedenen Studien herausgefunden hat.
Heinrich und Jonas Bedford-Strohm haben 2014 zusammen das Buch "Wer's glaubt, wird selig" veröffentlicht, in dem sie Grundsatzthemen des Christentums behandeln.