Foto: Getty Images/iStockphoto/underworld111
Deutsche Waffen, die in Nato-Mitglieder wie die USA exportiert werden, landen immer wieder in Kriegsgebieten.
Regierung erlaubt erneut mehr Kleinwaffenexporte
Deutschland hat einem Zeitungsbericht zufolge im zweiten Jahr in Folge mehr Kleinwaffenexporte genehmigt. Deren Umfang sei im vergangenen Jahr von 46,89 auf 47,81 Millionen Euro gestiegen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Freitag) unter Berufung auf die Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion.
Allein an die USA wurden demnach Kleinwaffenexporte in Höhe von 4,3 Millionen Euro genehmigt. Im Jahr 2015 hatte das Volumen der Kleinwaffenexporte noch bei 32,43 Millionen Euro gelegen.
Mehr zu Waffenexporte
"Ohne Rüstung Leben" hält die geplante Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs Eurofighter nach Saudi-Arabien für falsch. Ihr Protest wird von pax christi und der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel" unterstützt.
Papst Franziskus prangert in seiner Weihnachtsbotschaft den Umgang mit der Waffenindustrie an und zeigt sich entsetzt über die Lage in den Kriegsgebieten der Welt, vor allem im Nahen Osten.
Zu Kleinwaffen zählen Gewehre und Maschinengewehre, die besonders von Bürgerkriegsparteien eingesetzt werden. Die Linken-Fraktionsvize Sevim Dagdelen forderte ein generelles Exportverbot für Kleinwaffen. "Deutsche Waffen, die in Nato-Mitglieder wie die USA exportiert werden, landen immer wieder in Kriegsgebieten und bei islamistischen Terrorgruppen", kritisierte die Rüstungsexpertin.