DSDS: Rheinischer Präses unterstützt Diego

Manfred Rekowski

Foto: epd-bild/Stefan Arend

Manfred Rekowski

DSDS: Rheinischer Präses unterstützt Diego
Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, hat Kritik am Auftritt eines Jugendlichen mit psychischer Erkrankung an der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) zurückgewiesen.

"Es geht darum, Menschen mit Behinderungen in ihren Rechten ernst zu nehmen", sagte Rekowski in seinem Präsesblog auf "ekir.de". Der Rap-Auftritt von Diego im Januar sei zwar "schräg und irritierend" gewesen. Aber es gehe um das Recht auf Teilhabe.

Es koste ihn zwar Mühe zu verstehen, dass der junge Mann sich so präsentieren wolle, sagte Rekowski. "Ihn angesichts von vielleicht Millionen feixenden TV-Zuschauern in seinem Recht auf Teilhabe konsequent ernst zu nehmen, ist wirklich anstrengend", räumte er ein. "Aber hier geht es eben nicht um das, was ich gut und angemessen finde." Positiv sei, dass Diegos Auftritt die Frage nach Teilhabe vor ein Millionenpublikum gebracht habe.

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Diego
Der Auftritt von Diego in der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" wurde kontrovers diskutiert, weil er an einer psychischen Erkrankung leidet. Pfarrer Markus Eisele, Theologischer Vorstand der Graf Recke Stiftung, freut sich mit dem Hobby-Rapper über seinen Erfolg.


Der 21 Jahre alte Hobby-Rapper Diego wird aufgrund einer drogenindizierten Psychose in einer Wohngruppe der Graf Recke Stiftung betreut. Im Januar war er mit einem Rap-Auftritt bei DSDS zu sehen und qualifizierte sich für die nächste Runde, die am Samstag auf RTL ausgestrahlt wird. Das anschließende Bekanntwerden seiner Erkrankung sorgte für eine medienethische Debatte.