Flüchtlingsschiff in Sicherheit
Das Rettungsschiff der Initiative "Sea Eye" mit 119 aus Seenot geretteten Flüchtlingen an Bord hat sicher einen Hafen in Südsizilien erreicht.
Wegen schlechten Wetter sei die "Seefuchs" selbst in Not geraten. Schließlich habe unter anderem die italienische Küstenwache das Schiff in den Hafen eskortiert, sagte "Sea-Eye"-Sprecher Gorden Isler am Samstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).
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Mehr als tausend Flüchtlinge haben die Schiffe von Hilfsorganisationen in den vergangenen Tagen auf dem Mittelmeer gerettet. Die Überlebenden auf der "Sea-Watch 3" dürfen nun den italienischen Hafen Tarent anlaufen.
Für ihren "mutigen Einsatz" hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, den zivilen Seenotrettern im Mittelmeer gedankt. "Sie nehmen eine Verantwortung wahr, die wir alle gemeinsam haben."
Die "Seefuchs" hatte am vergangenen Mittwoch 119 Flüchtlinge an Bord genommen. Das Schiff sei aber für den Transport von so vielen Menschen ungeeignet gewesen. Außerdem habe sich das Wetter nach der Rettung massiv verschlechtert. Die ehrenamtlichen Seenotretter von "Sea Eye" haben nach eigenen Angaben seit April 2016 mehr als 14.000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet.