"Fabienne" reißt Kirchturmspitze in Unterfranken ab

Sturmtief "Fabienne" riss Kirchturmpitze ab.

Screenshot: BR

Orkanartige Böhn richteten zahlreiche Schäden im Kreis Mainz-Bingen an und rissen im unterfränkischen Dorf Stadelschwarzach die Spitze des Kirchturms herunter.

"Fabienne" reißt Kirchturmspitze in Unterfranken ab
Das Sturmtief "Fabienne" hat im unterfränkischen Dorf Stadelschwarzach die Spitze des Kirchturms heruntergerissen.

Bürgermeister René Schlehr (CSU) sagte am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd), der Sturm habe die Kirchturmspitze zunächst seitlich abgeknickt, ehe sie direkt neben der Kirche auf den Boden gefallen sei. "Gott sei Dank ist niemand zu Schaden gekommen."

Die Kirchturmspitze bestehe aus massiven Eichenbalken sowie Dachziegeln: "Das ist schon ein enormes Gewicht", sagte Schlehr. Durch die Wucht des Aufpralls sei eine benachbarte Scheune in sich zusammengefallen. Die Dachdecker seien bereits vor Ort und machten sich mit Hilfe eine Drohne ein Bild von der Lage. Der Rumpf des Kirchturms müsse nun provisorisch abgedichtet werden, sagte der Bürgermeister von Prichsenstadt. Stadelschwarzach ist ein Ortsteil von Prichsenstadt. 

Der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus stammt aus der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert und hat als Dach einen "Echterhelm" - ein sehr spitz zulaufendes und 15 Meter in die Höhe ragendes Dach in achteckiger Form auf quadratischem Grundriss.

Mehr zu Kirchturm
Gäste campen an der Kirche der Markus-Gemeinde in Evessen am Elm
Kirchen liegen meist an idyllischen oder auch besonderen Orten. Ein Pfarrer aus Niedersachsen hat daraus eine Tourismus-Idee entwickelt: Camping an der Kirche.
Spitze des Kirchturms der Pauluskirche in Halle/Saale mit Wetterhahn im Nebel
Vor 1200 Jahren soll ein Bischof zum ersten Mal einen Hahn auf eine Kirchturmspitze gesetzt haben. Schon den alten Persern war er heilig. Und er ist auch ein Ostertier.