Integrationsbeauftragte fordert Sexualaufklärung für Asylbewerber

Respektvoller Umgang in der Partnerschaft

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Asylbewerber sollen Wegweiserkurse erhalten, wie Sexualität und Gleichberechtigung in Deutschland gelebt werden.

Integrationsbeauftragte fordert Sexualaufklärung für Asylbewerber
Als Konsequenz aus der mutmaßlichen Vergewaltigung einer Frau in Freiburg durch mehrere Asylbewerber fordert die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), eine umfassende Sexualaufklärung von Asylbewerbern in Deutschland.

"Alle Asylsuchenden müssen unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland, noch in der Erstaufnahmeeinrichtung, Wegweiserkurse über das Zusammenleben in Deutschland erhalten - und dazu gehört auch, dass es für sexuellen Missbrauch und andere Gewalttaten null Toleranz gibt", sagte die CDU-Politikerin dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Donnerstag).

"Schon länger hier lebende Männer müssen mit neu zugewanderten Männern unmissverständlich darüber reden, wie Sexualität und Gleichberechtigung in Deutschland gelebt werden - wenn nötig auch in ihrer Muttersprache", betonte Widmann-Mauz. Deshalb unterstütze sie Projekte für Gewaltprävention, die gezielt männliche Mentoren ausbilden.

Zudem sprach sich Widmann-Mauz für eine rasche Bestrafung der mutmaßlichen Täter in Freiburg aus. "Die Täter müssen vor Gericht gestellt und hart bestraft werden", sagte sie. "Wir haben es mit einem abscheulichen Verbrechen zu tun. Wer in unser Land kommt und solche Straftaten begeht, muss ausgewiesen werden."

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In Freiburg war eine 18-jährige Frau in der Nacht zum 14. Oktober mutmaßlich von mehreren Männern vergewaltigt worden. Acht Tatverdächtige wurden laut Polizei festgenommen, es handelt sich um sieben Syrer im Alter zwischen 19 und 29 Jahren sowie einen 25-jährigen Deutschen.