Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Nach einer Gedenkveranstaltung zum 29. Jahrestag des Mauerfalls am Mauerdenkmal Bernauer Straße versucht ein Tourist auf die Reste der ehemaligen Berliner Mauer zu klettern.
Gedenken an Mauerfall vor 29 Jahren
In Berlin ist am Freitag auch an den Mauerfall vor 29 Jahren erinnert worden. In der Gedenkstätte Berliner Mauer fanden eine Andacht in der Kapelle der Versöhnung sowie eine Gedenkveranstaltung mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) statt.
Nach dem traditionellen Posaunenruf in Anspielung an die biblischen Trompeten von Jericho rief der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, dazu auf, die in der friedlichen Revolution und im deutschen Einigungsprozess errungenen Freiheiten nicht als selbstverständlich zu erachten.
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An der Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen der Berliner Mauer wird wieder Roggen geerntet. Der Getreideanbau geht auf ein Kunstprojekt aus dem Jahr 2005 zurück.
An der Kapelle der Versöhnung auf dem einstigen Todesstreifen der Berliner Mauer ist wieder Getreide geerntet worden. Das Mehl wird zu "Friedensbrot" und Abendmahls-Oblaten verbacken. Das Feld wird seit 2006 von Studierenden betreut.
In der Gedenkstätte werde deshalb unermüdlich an der "Vermittlung unserer europäischen Werte" gearbeitet, sagte Klausmeier. Zugleich erinnerte der Gedenkstättenchef an die anderen historischen Ereignisse am 9. November. Der Tag stehe für die tragischsten wie für die glücklichsten Ereignisse in der deutschen Geschichte, sagte Klausmeier mit Blick auf die Novemberpogrome von 1938 und den Mauerfall 1989.