Glocke auf der Bundesgartenschau geweiht
Auf der Bundesgartenschau (Buga) in Heilbronn ist am Samstag eine Kirchenglocke geweiht worden. Die knapp 50 Kilogramm schwere Bronzeglocke war am Gründonnerstag vom Schwäbisch Haller Glockengießer Peter Glasbrenner gegossen worden.
Am Ostersonntag sollte sie in aller Frühe am über drei Meter hohen gotischen Glockenturm im Kirchengarten montiert werden. Die Glocke trägt den Namen "Leben schmecken - Sentire vitam".
"Durch das Gebet wird der Segen Gottes für den Dienst der Glocke erbeten", sagte der stellvertretende Heilbronner katholische Dekan Roland Rossnagel bei der Weihe. Der stellvertretende evangelische Dekan Erhard Mayer wies darauf hin, dass ein Glockengießer "Frustrationstoleranz" brauche, weil trotz aller handwerklicher Kunst und Mühe etwa schiefgehen könne.
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Upside-Down im Kirchturm: Dass die Glocken statt oben plötzlich unten läuten, ist ungewöhnlich. Die Idee dazu kommt aus Karlsruhe und ist nicht nur finanziell bei maroden Glockentürmen interessant. Beim Klang gibt es kaum einen Unterschied.
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Doch die Buga-Glocke ist rechtzeitig fertig geworden. Sie wurde nicht in Lehm, sondern in Formsand gegossen. Die rund einen halben Meter hohe Glocke war am Gründonnerstag vor rund 100 Zuschauern in einem Graphittiegel mit Zinn und Kupfer geformt worden. Sie sollte erstmals am Ostersonntag zum Gottesdienst läuten, danach zu allen Gottesdiensten, Mittagsimpulsen und Abendgebeten. Die Bundesgartenschau 2019 hat seit Mittwoch ihre Pforten geöffnet.