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Fabrice Leggeri, Direktor der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache Frontex, sieht Fortschritte bei der Sicherung der EU-Außengrenzen.
Auf der Route zwischen Marokko und Spanien sei im vergangenen Jahr viel für den Grenzschutz unternommen worden. Die meisten der irregulären Grenzübertritte würden mittlerweile wieder im Südosten des Kontinents registriert, und zwar in Griechenland. "Entweder kommen die Menschen dort über die Landesgrenze aus der Türkei oder über die See", sagte Leggeri.
Hauptherkunftsland sei dort mittlerweile Afghanistan. "Etwa die Hälfte der Einreisenden lebt schon seit ein paar Jahren im Iran oder in der Türkei. Dort haben sie gearbeitet - und zogen dann weiter, weil sie zum Beispiel kein Bleiberecht mehr haben", erklärte Leggeri.
Der Frontex-Direktor warnte zugleich: "Die EU bleibt unter Druck - so wird es auch die kommenden Jahrzehnte bleiben."
Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssten deshalb eng mit den Herkunftsländern zusammenarbeiten, um dort das Leben lebenswerter machen. "Politik darf sich nicht nur auf Grenzschutz beschränken", unterstrich Leggeri.