© epd-bild / Jens-Ulrich Koch
Neben Luthers Schreibstube auf der Wartburg sollen drei Schriftsteller und Schriftstellerinnen einen inneren Dialog mit Luthers Übersetzung des Neuen Testaments führen - und aufschreiben.
Am 7. September startet das "Wartburg-Experiment - Zwiesprache mit der Lutherbibel", wie die Deutsche Bibelgesellschaft am Donnerstag mitteilte.
Für jeweils einen Monat halten sich die Schriftsteller direkt neben Luthers Schreibstube auf und sollen einen inneren Dialog mit Luthers Übersetzung des Neuen Testaments, dessen Erzählungen, Motiven und Themen führen. Uwe Kolbe wird als erster in Klausur auf die Wartburg gehen.
Laut Thomas Seidel, Vorstandsvorsitzender der Internationalen Martin Luther Stiftung in Eisenach, ist das Ziel des Wartburg-Experiments "eine intensive Auseinandersetzung mit dem Reformator und seiner kulturprägenden Bibelübersetzung". Aus dieser Zwiesprache würden die Autoren ein eigenes literarisches Kunstwerk schöpfen.
Die Schreibklausur findet im Rahmen des Jubiläums "2020/21 - 500 Jahre Bibelübersetzung" statt. Im Jahr 1521 hatte der Reformator Luther auf der Wartburg die Arbeit an seiner Bibelübersetzung begonnen. Im September 1522 erschien die Übersetzung des Neuen Testaments, das sogenannte Septembertestament.
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Das Wartburg-Experiment wird realisiert von der Internationalen Martin Luther Stiftung und der Deutschen Bibelgesellschaft (Stuttgart) in Medienpartnerschaft mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) und dem Mitteldeutschen Rundfunk und in Projektpartnerschaft mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), dem Kulturbüro der EKD, der Stadt Eisenach, dem Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen, der Stiftung Lutherhaus Eisenach und der Wartburg-Stiftung. Es wird gefördert vom Land Thüringen.
Das GEP ist die zentrale Medieneinrichtung der EKD, ihrer Landeskirchen und Werke sowie der evangelischen Freikirchen. Zum GEP gehört unter anderem die Zentralredaktion des epd sowie das online-Portal evangelisch.de.