Hamburg (epd). Der russische Angriffskrieg in der Ukraine wirkt sich auf die Städtepartnerschaften zwischen Deutschland und Russland aus. Eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ergab, dass eine Reihe von deutschen Städte ihre Partnerschaften ausgesetzt haben oder diesen Schritt demnächst gehen wollen. Von den 61 Städten, die sich an der Umfrage beteiligten, habe aber keine ihre Partnerschaft grundsätzlich beendet. 44 Städte gaben laut "Spiegel" an, dass die Partnerschaft in Kraft bleibe, darunter Braunschweig, Berlin und Cottbus. Auch Wolfsburg hält den Kontakt nach Toljatti am Leben.
17 Verwaltungen gaben laut "Spiegel" an, dass man sich entschieden habe, die Partnerschaft formal auszusetzen oder diesen Schritt demnächst gehen wolle. Darunter sind Baden-Baden, Hamburg, Karlsruhe oder Neuss. In einigen Städten wurde die Arbeit an gemeinsamen Projekten eingefroren, Veranstaltungen wurden abgesagt. Der parteilose Oberbürgermeister von Emden, Tim Kruithoff, teilte mit, dass er derzeit keine Grundlage sehe, die Partnerschaft mit der Stadt Archangelsk "mit Leben zu füllen".
Befragt wurden laut "Spiegel" insgesamt 82 deutsche Städte, geantwortet haben die Zuständigen von 61 Städten. Das Präsidium des Deutschen Städtetags hatte sich zuletzt dagegen ausgesprochen, Partnerschaften mit russischen Städten zu beenden.
















