Appell gegen "Hochrüstungspläne"

Peacezeichen auf Munition

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Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Kirchen, Sozialverbänden und Gewerkschaften fordern eine gesellschaftliche Debatte zu den Rüstungsplänen der Bundesregierung.

Initiative gestartet
Appell gegen "Hochrüstungspläne"
600 Prominente haben eine Initiative gegen "Hochrüstungspläne der Bundesregierung" gestartet. Unterzeichnet hat den Appell auch die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann.

In einem am 22.3. im Internet veröffentlichten Appell mit dem Titel "Demokratie und Sozialstaat bewahren" fordern die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Kirchen, Sozialverbänden und Gewerkschaften eine breite gesellschaftliche Debatte zu dem aktuellen politischen Kurswechsel. Um 13:11 Uhr überschritt die Zahl der Unterschriften bereits die Marke von 1500. Am Dienstag begann auch die viertägige Haushaltsdebatte im Bundestag, in der es auch um das geplante "Sondervermögen Bundeswehr" mit einem Umfang von 100 Milliarden Euro geht.

Auch die Theologin und frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann hat den Aufruf unterschrieben. Zu den weiteren Unterstützern zählen die ehemalige Gewerkschaftsfunktionärin und frühere Grünen-Abgeordnete Annelie Buntenbach, der langjährige Grünen-Parlamentarier Hans-Christian Ströbele, die Sozialdemokratin Andrea Ypsilanti, der SPD-Bundestagsabgeordnete Jan Dieren, Linken-Politikerin Julia Schramm sowie ihr Parteikollege Gregor Gysi und die Sprecherin der Grünen Jugend Sarah-Lee Heinrich. Ferner unterstützten der Ärzte-Sänger Bela B., Musiker Konstantin Wecker, die Schauspielerinnen Corinna Harfouch und Katja Riemann und der Journalist Jakob Augstein den Appell.

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