Nationalspieler setzen ein stummes Zeichen

Nationalelf protestiert

© Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk

Die deutschen Spieler halten sich beim Teamfoto vor dem Spiel die Hände vor den Mund.

WM in Katar
Nationalspieler setzen ein stummes Zeichen
Vor dem WM-Auftaktspiel gegen Japan haben die Spieler der deutschen Nationalmannschaft beim obligatorischen Startelf-Foto im Khalifa-International-Stadion Doha ein Zeichen gesetzt. Sie halten sich vor dem Spiel gegen Japan demonstrativ den Mund zu, nachdem die FIFA dem DFB die "One Love"-Binde verboten hatte.

Das ist die Erklärung des DFB-Teams dazu: "Wir wollten mit unserer Kapitänsbinde ein Zeichen setzen für Werte, die wir in der Nationalmannschaft leben: Vielfalt und gegenseitiger Respekt. Gemeinsam mit anderen Nationen laut sein. Es geht dabei nicht um eine politische Botschaft: Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Das sollte selbstverständlich sein. Ist es aber leider immer noch nicht. Deshalb ist uns diese Botschaft so wichtig. Uns die Binde zu verbieten, ist, wie den Mund zu verbieten. Unsere Haltung steht."

Diese Geste der deutschen Spieler wurde in den sozialen Medien vielfach als nicht ausreichend kritisiert. Sie hätten lieber den Mund aufmachen sollen, statt zu schweigen. - evangelisch.de-Kreuz & Queer-Blogger Matthias Albrecht fragt sich zur WM in Kater: "Respekt? Wovor?"

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