Ökumenische Karfreitagsprozession durch Berlins Mitte

Karfreitagsprozession in Berlin

© epd / Christian Ditsch

In diesem Jahr widmete sich die ökumenische Prozession Menschen, die an den Auswirkungen aktueller Krisen und Katastrophen leiden. Das teilten die evangelische Landeskirche EKBO und das Erzbistum Berlin mit.

Erinnern an das Leiden Jesu
Ökumenische Karfreitagsprozession durch Berlins Mitte
Christinnen und Christen haben in Berlin mit der traditionellen Karfreitagsprozession an das Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz erinnert.

An der Prozession, die nach einem Gottesdienst in der evangelischen Marienkirche am Alexanderplatz zur katholischen Hedwigskathedrale nahe der Staatsoper Unter den Linden führte, beteiligten sich nach Angaben des evangelischen Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte mehrere hundert Menschen.

Das Kreuz an der Spitze des Zuges wurde demnach auch vom katholischen Berliner Erzbischof Heiner Koch, dem evangelischen Berliner Bischof Christian Stäblein und der evangelischen Berliner Generalsuperintendentin, Ulrike Trautwein getragen.

Die evangelische und katholische Kirche widmeten die ökumenische Prozession in diesem Jahr Menschen, die an den Auswirkungen aktueller Krisen und Katastrophen leiden. Dazu zählten die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien, die Frauen im Iran, Kriegsopfer in der Ukraine und alle, deren Leben durch den Klimawandel bedroht sei, teilten die evangelische Landeskirche EKBO und das Erzbistum Berlin mit.

Zum Abschluss der Prozession erteilten Erzbischof Koch, Bischof Stäblein und der griechisch-orthodoxe Bischof Emmanuel von Christoupolis den Segen. Die Karfreitagsprozession findet seit 2010 statt. An der Spitze des Zuges wird traditionell ein rund 50 Kilogramm schweres Kreuz getragen. Initiiert wurde sie vom evangelischen Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte.

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