© Mechthild Klein/evangelisch.de
Das Gewölbe des gotischen Münsters in Ulm ist 42 Meter hoch. Die Kirche ist bis heute das größte evangelische Gotteshaus in Deutschland.
Während die EKD-Synodalen in Ulm im Kongresszentrum tagen, ist das evangelische Ulmer Münster ganz in der Nähe. Hier sind ein paar Eindrücke aus dem Münster, das die größte evangelische Kirche in Deutschland ist.
Angefangen wurde der Kirchbau 1377 als Pfarrkirche mit Hilfe von Spenden der Ulmer Bürger. Das Gotteshaus sollte Platz für 20.000 Menschen bieten.
Die Baumeister des Münsters stammten bis 1381 aus der Familie Parler, die auch in Prag und Straßburg beteiligt war. Angelegt wurde das Kirchenmodell als Hallenkirche. Wie so oft änderte die Nachfolgerbauhütte den Plan zugunsten eines höheren zentralen Mittelschiffs und zwei niedrigeren Seitenschiffen. Das Mittelschiff misst eine Gewölbehöhe von 42 Meter.
Das gotische Chorgestühl aus Eichenholz ist imponierend. Die Schreinerarbeiten fanden von 1468 bis 1477 statt und stammen aus der Werkstatt von Jörg Syrlin.
Der Taufstein von 1474 mit einem Baldachin auf drei Säulen. Die Stützelemente stehen für die Dreieinigkeit Gottes - des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes - in dessen Namen getauft wird.
Wer die vielen Treppenstufen auf die Turmplattform in 72 Meter Höhe schafft, wird mit einem Blick über die Stadt Ulm belohnt.