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Der Vorsitzende des Vereins Werteunion Hans-Georg Maaßen ist mit der Parteigründung auf der Mitgliederversammlung beauftragt worden.
Der Rechtsruck in Deutschland spiegelt sich immer mehr auch im Parteienspektrum wieder. Schon lange wurde darüber spekuliert, welche Parteien sich rechts von der CDU weiter gründen könne. Nach der Gründung der Wagenknecht-Partei, kündigte auch die Werteunion eine eigene Partei an. An der Spitze stehe der ehemalige Bundesverfassungsschutzchef und Werteunion-Vorsitzende Hans-Georg Maaßen, gegen den noch ein Partei-Ausschlussverfahren in der Union läuft, berichtete der Deutschlandfunk.
Bei dem Mitgliedertreffen in Erfurt sei Maaßen beauftragt worden, die Parteigründung in die Wege zu leiten unter dem Namen "Werteunion". Auf die Frage, wie sich die "Werteunion" von der AfD unterscheide, sagte der Beisitzer im Verein, Michael Kuhr, dass es keinen Björn Höcke gebe bei ihnen. Kuhr sagt laut Deutschlandfunk, dass es auch keine Brandmauer gebe für eine Zusammenarbeit, man würde mit jedem reden. Die Werteunion plant bei den Landtagswahlen ab September 2024 in den östlichen Bundesländern, in Thüringen, Sachsen und Brandenburg teilzunehmen.
Die Werteunion ist keine Vereinigung der CDU, aber es gibt Mitglieder aus der CDU/CSU, die auch dem Verein der Werteunion angehören. Mit Parteigründung sei eine Doppelmitgliedschaft in Werteunion und CDU/CSU nicht möglich, hatte bereits CDU-Chef Friedrich Merz angekündigt.