"Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen in jeglicher Form ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", sagte Kolat. Die kurdischstämmige Hatun Sürücu war am 7. Februar 2005 im Alter von 23 Jahren von ihrem Bruder erschossen worden, weil ihre strenggläubige muslimische Familie mit ihrem modernen Lebensstil nicht einverstanden war. Die Ermordung der jungen Mutter auf offener Straße hatte eine breite Debatte über Zwangsverheiratung und "Ehrverbrechen" ausgelöst.
Zum Gedenken sind für diesen Donnerstag mehrere Veranstaltungen in Berlin geplant. Die Frauenorganisation Terre des femmes sprach sich für die Umbenennung einer Straße nach Hatun Sürücu aus, um der jungen Frau und anderen Opfern von Ehrenmorden zu gedenken.