Mandela-Darsteller Elba: Hollywood arbeitet Rassismus-Geschichte auf

Kinostarts - "Mandela - Der lange Weg zur Freiheit"

Foto: dpa/Keith Bernstein

Mandela-Darsteller Elba: Hollywood arbeitet Rassismus-Geschichte auf
Der Schauspieler Idris Elba, der derzeit als Nelson Mandela in den Kinos zu sehen ist, sieht in der amerikanischen Filmindustrie erste Ansätze, die Rassismus-Geschichte des Landes aufzuarbeiten: "Es sieht so aus, als würde Hollywood die Scheuklappen abnehmen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe).

Dass mit Werken wie "Mandela" und "Twelve Years A Slave" Apartheid und Sklaverei Filmstoff werden, führte der 41-jährige Star auch auf die Präsidentschaft Barack Obamas zurück: "Die Geschichte von Afroamerikanern wird dringlicher, wenn ein schwarzer Präsident regiert", sagte der Brite, dessen Eltern aus Sierra Leone und Ghana stammen.

Auf die jahrzehntelange Benachteiligung schwarzer Künstler bei den Oscars hat er eine klare Antwort: "Wir brauchen einfach mehr Filme von Schwarzen, mehr schwarze Schauspieler - wenn ihre Arbeit dann gut ist, kommt die Anerkennung." Zu den Spekulationen über sein Engagement als nächster James-Bond-Darsteller, sagte Elba: "Es ist ein Gerücht. Ich habe keine Ahnung, wer es in die Welt gesetzt hat. Es wäre eine Ehre."