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Mouhanad Khorchide
Foto: WWU Münster/Peter Grewe
Mouhanad Khorchide (geboren 1971) ist seit dem Wintersemester 2010/11 Professor für Islamische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Zuvor lehrte er in Wien. Der Islamwissenschaftler stammt aus dem Libanon, lebte bis zu seinem 18. Lebensjahr in Saudi-Arabien und emigrierte mit seiner Familie nach Österreich. Khorchide ist bekannt für eine von der Barmherzigkeit Gottes ausgehende Koraninterpretation. Seine Auslegung ist unter dem Titel "Islam ist Barmherzigkeit" beim Herder Verlag veröffentlicht worden. Sein neuestes Buch mit dem Titel "Gott glaubt an den Menschen. Mit dem Islam zu einem neuen Humanismus" erschien ebenfalls bei Herder.
In acht deutschen Bundesländern wird islamischer Religionsunterricht an Grundschulen und vereinzelt auch an weiterführenden Schulen gelehrt. Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide betont die Notwendigkeit eines staatlich finanzierten, konfessionellen Religionsunterrichts.
Als Lehrkräfte sind sie sehr gefragt. Doch um Anerkennung in den islamischen Gemeinden müssen sie noch ringen: Die ersten Lehramtsstudenten für bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht beenden diesen Sommer an der Universität in Münster ihr Studium.
Der Ramadan geht am Freitag mit dem traditionellen Fastenbrechen zu Ende. Der Theologie-Professor Mouhanad Khorchide beklagt im Interview, dass dem Ramadan, so wie er heute vielfach praktiziert wird, der eigentliche Sinn abhanden kommt. Statt um spirituelle Sammlung gehe es oft vor allem ums Iftar-Essen am Abend.
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