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Ghetto
Der Begriff Ghetto stammt aus dem Italienischen und bedeutet Gießerei. Im Spätmittelalter wurde den Juden ein Ghetto oder eine Judensgasse als Lebensraum zugewiesen und von ihnen bis zur Neuzeit bewohnt. Während des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) wurden von den Natinalsozialisten für deportierte Juden Ghettos im besetzten Polen und der annektierten Tschechoslowakei eingerichtet. Diese Lager dienten vor deren Transport in die Vernichtungslager als Übergangsstationen. Umgangssprachlich werden heute auch Stadtviertel als Ghetto bezeichnet, in denen vorwiegend bestimmte ethnische Gruppen oder soziale Randgruppen leben.
Aufstand im Warschauer Ghetto
Als erster Deutscher hielt Bundespräsident Steinmeier beim Gedenken an den Ghettoaufstand in Warschau eine Rede. Er bekannte deutsche Verantwortung für die Vergangenheit und forderte ein Bekenntnis der Demokratien zur Hilfe für die Ukraine.
Michaela Vidláková hat in ihrer Kindheit den Einmarsch der Deutschen in die Tschechoslowakei, die Einführung der judenfeindlichen Gesetze und schließlich zweieinhalb Jahre Theresienstadt überlebt. Einblicke in eine gestohlene Kindheit.
Wenige Hundert jüdische Kämpfer greifen 1943 im Warschauer Ghetto zu den Waffen. Sie widersetzen sich dem Transport in die Vernichtungslager.
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