Ihren Namen verdankt die Kirche ihren 30 über fünf Meter hohen Porzellanlamellen. Sie sind in einem ovalen Schwung an den Seiten und hinter dem Alter angebracht und reichen vom Fußboden bis zur Decke. Die etwa drei Millimeter dicken Platten aus "Techlam", einem technischen unglasierten Porzellan, stammen aus Spanien. Sie wurden auf Holz aufgezogen, seitlich mit Chromschienen versehen und auf der Rückseite verspiegelt.
Für Michael Brown, einen Schüler von Star-Architekt Daniel Libeskind, soll dieser "durchlässige Vorhang" an die Pfeiler einer gotischen Kathedrale erinnern. Der Raum gewinne an Weite, weil die Besucher dahinter die Seitenschiffe eines viel größeren Gotteshauses erwarteten, erklärte er seine Intention.
Der etwa 150.000 Euro teure Umbau wurde nach Angaben der Stiftung Leuchtenburg von regionalen Unternehmen realisiert. So wurde unter anderem der Boden aus Muschelkalk aufgearbeitet und Blöcke aus Eichenholz als Sitzgelegenheiten aufgebaut. In Altar und Decke wurde ein Leuchtkreuz eingearbeitet. Kirchenraum und Altar wurden am Samstag vom evangelischen Regionalbischof, Propst Diethard Kamm, und von Dekan Klaus Schreiter aus Gera vom Bistum Dresden-Meißen gesegnet und geweiht. Der nächste Gottesdienst ist bereits für den Reformationstag am 31. Oktober geplant.