Guterres ruft Alarmstufe Rot für die Welt aus
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat in seiner Neujahrsbotschaft vor den gestiegenen Bedrohungen für die Welt gewarnt. "Ich schlage Alarm - die rote Alarmstufe für unsere Welt?, hieß es in der am Sonntag in New York veröffentlichten UN-Erklärung.
Guterres betonte, dass sich im abgelaufenen Jahr viele bewaffnete Konflikte verschärft hätten und neue Konflikte ausgebrochen seien. Die globalen Ängste vor nuklearen Waffen seien heute so stark wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Auch erlebe die Welt schreckliche Verletzungen der Menschenrechte.
Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit stiegen weiter an, der Klimawandel drohe außer Kontrolle zu geraten. Der UN-Generalsekretär unterstrich, dass die Welt nur gemeinsam die Gefahren überwinden, Konflikte lösen und Vertrauen wieder gewinnen könne.
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Der Publizist Martin Lessenthin sieht eine wachsende Verfolgung von Menschen, die sich als "nichtreligiös" bekennen und ihre ursprüngliche Religion verlassen haben. Dies sei besonders in islamischen Staaten zu erkennen, sagte er dem epd.
Guterres wies auch darauf hin, dass er in seiner ersten Neujahrsbotschaft als UN-Generalsekretär vor einem Jahr dazu aufgerufen hatte, 2017 zu einem Jahr des Friedens zu machen. Doch unglücklicherweise habe sich die Welt in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Guterres übernahm den Posten des UN-Generalsekretärs am 1. Januar 2017.