WHO sieht Ebola-Ausbruch im Kongo bald gestoppt

Ebola Kongo

Foto: John Bompengo/AP/dpa/John Bompengo

WHO sieht Ebola-Ausbruch im Kongo bald gestoppt
Der Ebola-Ausbruch im Kongo wird nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bald beendet sein. Das Gesundheitsministerium in Kinshasa werde voraussichtlich Mitte nächster Woche das Ende des Ausbruchs verkünden und damit einer WHO-Empfehlung folgen, teilte die WHO am Dienstag in Genf mit. Seit April seien 53 bestätigte und mögliche Fälle des Fiebers im Nordwesten des Landes erfasst worden, von denen 29 tödlich verlaufen seien.

Das Ende des Ebola-Ausbruchs sei auf die rasche und energische nationale und internationale Reaktion zurückzuführen, erklärte die WHO. Bis Ende Juni hätten die WHO und "Ärzte ohne Grenzen" 3.330 Menschen mit einem experimentellen Wirkstoff gegen das Ebola-Virus geimpft. Zudem seien durch effektive Diagnose die Erreger bei infizierten Menschen schnell entdeckt worden, die Infizierten seien isoliert und behandelt worden.

Der letzte Patient sei am 12. Juni entlassen worden, nachdem er zum zweiten Mal negativ auf den Erreger getestet worden sei. Danach muss laut WHO zweimal die längste Zeitspanne der Inkubation, 21 Tage, vergehen. Wenn in dieser Zeit kein neuer Fall entdeckt wird, kann das Ende des Ausbruchs verkündet werden. Es war der neunte Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo in den vergangenen vier Jahrzehnten. Bei einer Epidemie 2013/2014 in Guinea, Sierra Leone und Liberia starben 11.300 Menschen, die WHO hatte den Ebola-Ausbruch damals lange unterschätzt.

Mehr zu WHO
Beerdigung von Corona Toten in Harare
Getestet wird wenig. Doch schon die offiziellen Corona-Zahlen lassen in Simbabwe die Alarmglocken schrillen. Das Virus hat sich inzwischen von den Zentren quer durchs Land verbreitet - bei einem ohnehin maroden Gesundheitssystem.
Ein unterernährtes Kind liegt in einem Krankenhaus in Hudaia im Jemen.
Im Jemen-Krieg sind seit März 2015 laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 9.900 Menschen getötet worden. Gleichzeitig hätten rund 60.200 Menschen Verletzungen erlitten, teilte die WHO am Montag in Genf mit. Insgesamt seien somit bis Ende Oktober 2018 mehr als 70.000 Kind