Herrnhuter Siedlungen sollen Unesco-Welterbe werden

Kirchsaal-Gebäude in Herrnhut

© epd-bild/Harald Krille

Blick in den Innenhof des 1945 abgebrannten und wieder aufgebauten Kirchsaal-Gebäudes der Brüdergemeine im Zentrum Herrnhuts.

Brüdergemeinde in Sachsen
Herrnhuter Siedlungen sollen Unesco-Welterbe werden
Die Herrnhuter Brüdergemeine in Sachsen ist Teil einer Welterbe-Bewerbung unter Federführung der USA. Die länderübergreifende Nominierung der Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine für die Unesco-Liste sei am 18. Januar beim Welterbe-Zentrum in Paris eingereicht worden, teilte die sächsische Staatskanzlei am Mittwoch in Dresden mit.

Das ostsächsische Herrnhut ist Gründungsort der weltweiten Brüdergemeine. Zu den Bewerberstätten gehören zudem Bethlehem im US-amerikanischen Pennsylvania und Gracehill in Nordirland. Es handelt sich um eine Erweiterung der bereits 2015 eingetragenen Welterbestätte Christiansfeld, einer Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeine in Dänemark. Eine Entscheidung über den weitergehenden Antrag soll voraussichtlich im Sommer 2024 fallen.

Die vier Siedlungen wollen den Angaben zufolge "das weltweite Phänomen der Herrnhuter Brüdergemeine ('Moravian Church') repräsentieren", hieß es. Die sächsische Stadt Herrnhut ist Ausgangspunkt für eine prototypische Siedlung der Brüdergemeine. Weltweit gebe es mehr als 30 ähnlich angelegte Orte.

2021 war eine transnationale Arbeitsgruppe gegründet worden, um das Bewerbungsverfahren abzustimmen. Derzeit stehen den Angaben zufolge 1.154 Stätten in 167 Ländern auf der Welterbeliste, darunter 51 in Deutschland.

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