Bischof Stäblein verteidigt Pop-up-Taufen

Tauffest in der Klosterkirche Barsinghausen (Niedersachsen)

© epd-bild/Jens Schulze

Tauffest in der Klosterkirche Barsinghausen (Niedersachsen). Manche Menschen wünschen sich sehr, getauft zu werden, finden aber nicht die passende Gelegenheit.

Niedrigschwelliges Angebot
Bischof Stäblein verteidigt Pop-up-Taufen
Sich taufen lassen - ganz spontan, ohne große Vorbereitung und viel Tamtam: Der Bischof von Berlin-Brandenburg-schlesischer Oberlausitz, Christian Stäblein, verteidigt Angebote für Pop-up-Taufen.

Man könne fragen, ob dabei das bedeutende Zeichen der Taufe zur leichtfertigen, womöglich unernsten Gelegenheit herabgestuft werde, sagte Stäblein am im "Wort des Bischofs" im RBB-Radio. Die Erfahrung zeige jedoch, dass viele nicht mehr die passende Gelegenheit für etwas finden, was sie sich sehr wünschten.

"Nichts ist eigentlich so sehr pop-up im Leben wie Taufe, heißt pop up doch wörtlich: auftauchen", sagte Stäblein. Bei vielen Menschen sei der Wunsch nach einer Taufe lange gereift. Sie hätten sich durch die Corona-Pandemie, Sorgen vor einem großen Familienfest oder dem Gefühl, von zu vielen anderen dabei gesehen zu werden, an der Taufe gehindert gefühlt.

Deshalb böten die Marienkirche in Berlin-Mitte oder zu Ostern die Genezareth-Kirche in Neukölln derartige Pop-up-Taufen an. Wer wolle, könne kommen und den lange gereiften Entschluss schnell und einfach umsetzen.

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